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Wir freuen uns wenn ihr gerne Garn, Strickpakete oder Lammfelle von uns bestellen möchtet, allerdings ist das leider nicht über den Onlineshop möglich. Da Norwegen nicht Mitglied der EU ist, gibt es in diesem Fall besondere steuerliche und zollrechtliche Aufgaben, die wir technisch mit dem Onlineshop leider nicht realisieren können.
Wenn ihr also Fragen habt oder etwas von uns bestellen möchtet, sendet uns gerne eine E-Mail an post@sandset.no oder lasst uns, über unser Kontaktformular, eine Nachricht oder Bestellung zukommen.
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Wir verkaufen: Garn in 100g Strängen (die Farben können vom Bild abweichen)
                        Strickpackungen beinhalten Garn + Anleitung (norwegisch!) 
                        sowie große Lammfelle 
 
Versand: innerhalb Norwegens 150 NOK
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Auf unserem Hof Bjørnerud“ in Tessungdalen Tinn Telemark, halten wir Schafe der Rasse Grå Trøndersau. Wir sind Produzenten, die bei der Zucht unserer Tiere grossen Wert darauf legen eine gute Wolle zu erhalten. Das Wissen, die richtige Rasse auszuwählen, war in der Zeit als ihre Wolle noch zur Herstellung aller Textilien verwendet wurde, besonders wichtig. Die Wolle der Grå Trøndersau“ hat, durch den Einfluss des norwegischen Klimas, eine besonders feine Faser. Man sagt, dass es diese Rase bereits im Mittelalter gegeben habe und sie deutliche Einflüsse des Merino Schafes aufweist. Wir arbeiten ständig daran unser Wissen als Produzent, sowie als Vermittler gegenüber dem Verbraucher zu vertiefen. 

Wenn Sie Garn oder Wolle von uns kaufen, helfen sie gleichzeitig mit diese alte norwegische Schafrasse zu erhalten!

„HulderUll“ ist unser Markenname! Warum?

Um den Namen an sich zu erklären, braucht es für uns Deutsche zuerst einmal die Erklärung des Wortes „Hulder“.

Die Hulder, es ist ein Altnorwegisches Wort, beschreibt ein überirdisches, weibliches Wesen, dass unter der Erde lebt. Die Hulder ist eine hübsche Frau, die der Sage nach Männer zu sich in den Wald lockt. Erst wenn die Männer sie von hinten zu sehen bekommen wissen sie, dass sie es mit einer Hulder zu tun haben. Das Hinterteil einer Hulder sieht nämlich entweder aus wie ein verrotteter Baumstumpf oder sie haben einen Kuh- oder Pferdeschwanz.

Die Schafe haben ein unterirdisches Aussehen, wenn sich sich zwischen Steinen auf der Hardangervidda oder in kleinen Wäldchen camouflieren. Wir haben ein Gefühl beobachtet zu werden und die weißen Tropfen unter ihren Augen leuchten gefährlich. Tiere des „Huldervolkes“!

Wenn die Tiere Gefahr verspüren, scharen sie sich instinktiv, mit den Schwächsten in ihrer Mitte, zusammen. Die Herde stellt sich im Kreis auf mit den Köpfen nach aussen und die dunklen Augen bewegen sich, um zu beobachten. Dann wird der weiße Tropfen zu ihrem natürlichen Beschützer. Viele Tierrassen benutzen ihre Augen um die Stärke ihres Gegenübers abzuschätzen. In absoluter Dunkelheit leuchten dir dann ihre weissen Tropfen entgegen.

 

In den 50iger Jahren brachte ein Bauer die ersten Grauschafe“ von Trøndelag nach Telemark. Seine Nachbarn nannten diese schnellen und camouflageartigen Schafe Koboldschafe. Sie wurden eins mit ihrer Umgebung. In dem einen Augenblick konntest du sie sehen und im nächsten waren sie auch schon wieder verschwunden. Es sind also nicht nur wir die erkannte haben, dass dies die unterirdischen Tiere des Hulder Volkes“ sind. 

 

 

 

„HulderUll“

Bereits 1980 haben unsere Vorfahren mit der Zucht von weißen Schafen begonnen. Als aktive Schafzüchter mit Hütehunden, machten sie viele Erfahrungen die uns, als wir im Jahr 2000 den Hof übernahmen, zugute kamen. bis 2011 betrieben wir den Hof mit Fokus auf Schlachtgewicht und Lammanzahl. Grössere Lämmer, bedeutete schwerere Geburten, die Zucht entwickelte sich in eine andere Richtung als wir sie weiter mittragen wollten. Wir entschlossen uns den Stall zu leeren. 

Die leeren und stillen Räume um uns brachten uns dazu, als unser Nachbar seine „Grå Trøndersau“ Zucht aufgeben wollte, es mit einigen Tieren dieser Rasse erneut zu versuchen. Damals wussten wir nicht, dass dies ein vollkommen neues Erlebnis der Schafzucht für uns werden würde. Wir wussten auch nicht, dass wir von dem Wollvirus infiziert werden würden.

Die Schafe haben viele Farbnuancen, aber die Unterwolle kann grau sein. 

Es war also ganz natürlich für uns, den Namen „HulderUll“ zu wählen, als wir einen Markennamen für die Wolle unseres Hofes „Bjørnerud“ suchten.

 

Was ist das Besondere an den Fasern der „Grå Trøndersau“  ?

Es heißt, dass die  „Grå Trøndersau“ Norwegens feinste Wollfaser hat. Die Wolle ähnelt der „crossbredull“, aber ist viel feiner als die der Norwegischen weißen Schafe. Weil diese Rasse von den „Tautersauen“ abstammt, die eine ausgestorbene Merino Schafrasse ist, haben sie eine besonders gut gekräuselte und feinfaserige Wolle, während sie gleichzeitig sehr robust ist und auch starke Beanspruchung verträgt. 

Da wir die Wolle keinerlei chemischer Behandlung unterziehen, um besondere Eigenschaften im Garn zu erzielen, behalten die Fasern mehr ihres natürlichen Aufbaus.

Jedes Fell hat viele Graunuancen und durch das sortieren der Wolle erhalten wir viele unterschiedliche natürlich Farben. 

Dies alles geschieht in einer kleinen norwegischen Spinnerei. Die Wolle wird vorsichtig, mit so wenig Seife wie möglich, gewaschen und behält dadurch viel ihres natürlichen Lanolins. Die Produktion erfolgt in kleinen Maschinen. Die Wolle wird dadurch nur einem geringen Maß an mechanischem Verschleiß ausgesetzt und behält seine natürliche Geschmeidigkeit. Wir bekommen oft die Rückmeldung unserer Kunden, dass Handschuhe aus der „HulderUll Grå Trøndersau“ als besonders weich und warm wahrgenommen werden. Vielleicht ist das die Erklärung 

„HulderUll Grå Trøndersau“ ist der Markennamen für Wolle die wir auf unserem eigenen Hof Bjørnerud produzieren. Unser Hof liegt in Tessungdalen, Tinn in der Telemark. Wir beschäftigen uns leidenschaftlich damit wie wir Schafe mit der besten (nicht der meisten) Wolle züchten können. Wir haben uns den Respekt der alten „gård-kjerringene“, den Frauen, die in der Vergangenheit am Hof für die Zucht der Schafe und die Textilproduktion verantwortlich waren, erworben. Sie folgten der Wolle vom Tier bis in die Textilien und hatten ihr Wissen in den Fingern. Sie wussten welche Tiere weiterhin mit in die Zucht sollten, welches Tier Wolle für „sitteplagg“, (gröbere Kleidung z.B. zur Arbeit) gibt und wessen Wolle geeignet ist direkt auf der Haut getragen zu werden. Dieses Wissen starb mit ihnen. 

Unser Ziel ist es dort wieder hin zu kommen!

 

  • Die Geschichte der Grå Trøndersau

    Die Rasse hat Wurzeln bis ins Mittelalter. Man sagt, dass die Mönche des Tautra Klosters in Trøndelag Schafe aus dem Ausland mit nach Norwegen brachten und daraus eine spezielle Rasse mit Merinoeinschlag die „Tauterschafe“ züchteten. (siehe Bild oben)
    Diese Rasse wurde 1959 ausgerottet.
    Die „Grå Trøndersau“ ist eine Kreuzung aus dem „gammelnorsk Schaf und des „Tauterschafes“.
    Lost Johnsen beschreibt die „Grå Trøndersau“ in seiner Doktorarbeit auf der Landwirtschaftsfachschule 1941 so:
    „Seit vielen Jahren kennen wir Schafherden aus Trøndeag, die sich mit einer besonders feinen Wolle ausgezeichnet haben. Er zitiert außerdem J. Særland (1922): „die sehr besondere Farbe und Körper und die besonders feine Wolle, unterscheidet diese Schafe entscheidend von den normalen grauen und schwarzen Schafe die rund herum im Land verteilt zu finden sind.“ In der Jahren 1930-40 gab es bis zu 18000 Tiere in Trøndelag. Während der Kriegsjahre, mit der Rationierung von Farbstoffen, war diese Rasse mit seinen vielen unterschiedlichen Grautönen sehr populär. Dagegen war es später, als weiße Wolle wieder eingefärbt werden konnte, genau entgegengesetzt und die Industri übernahm. Die farbigen Schafrassen verloren gegen die weißen, fleischreiche Rassen. Heute wächst die Nachfrage nach naturfarbener Wolle wieder.

  • Eine letzte, kleine ....Rettungsaktion

    Alle glaubten die „Grå Trøndersau“ wäre ausgerottet, bis eine kleine Herde, auf dem Weg zum Schlachter , 1992 hier in der Telemark entdeckt wurde. Die Tiere wurde vom Tiertransporter geholt und hier nach Tessungdalen zu Ole Hans Lien gebracht. Eine sorgfältige Zuchtarbeid begann, um die alten Eigenschaften, für die diese Rasse bekannt war, zurück zu gewinnen. Heute gibt es wieder ca. 2000 Zuchttiere in Norwegen und die meisten davon leben in Trøndelag und die Zahlen steigen. Die meisten züchten diese Tiere wegen ihrer Eigenschaften, der besonders feinen Wolle und ihrem fantastischen Felle. Das Fleisch ist ebenfalls sehr gut und mit seiner feinfasrigen Struktur wird es besonders zart. Bis heute gilt das reine „Genmaterial“ der Rasse als gefährdet.

    Für uns. „HulderUll“, ist es wichtig das ursprüngliche Aussehen und das rassentypische der „Grå Trøndersau“ zu bewahren. In einem nationalen Netzwerk konzentrieren wir uns darauf die Rasse und ihre besondere Wollqualität zu bewahren.
    „HulderUll“ ist lokal produzierte Wolle und Garn, sie wird in Norwegen von Hand farblich sortiert, gewaschen und gesponnen.